Poesie aus der kreativen Schreibwerkstatt


Auf dieser Seite stellen wir einige Textbeiträge der Teilnehmer*innen unserer kreativen Schreibwerkstatt vor.

Wir wünschen Ihnen genauso viel Spaß und Freude beim Lesen, wie wir sie beim Schreiben hatten! 


TEILNEHMER*INNEN TEILEN TEXTE

MACHEN MUT, MAL MITZUMACHEN

KREATIVTÄT KANN Köstlich kOMISCH KLINGEN 

 LACHT LIEBER, LIEBT LEBEN 

FREUDE FINDET FEINE FLÜGEL 

wann werden WUNDERZARTE WORTE WIEDER WIE WOLKEN WANDERN

schreiben schenkt schnell schöne schmetterlingsmomente


Fadengedichte


Gelb ist die Sonne,

ein Löwenzahn blüht.

Trotzt Straßenteer,

ruft zu den Menschen klein und groß:

 

So kann Leben gelingen!

Annette Bauer 

Ich habe keinen Plan gemacht!

Teuflisch, weil ich das doch so gern tu.

Unbeholfen werd ich ohne Plan dann sein.

Nein, s’ist das Leben, reich an Neuem!

Mein Gott, wie kann es interessant doch sein.

Nicht immer planen sondern spontan gelebt

Tanz ich ins Morgen frohgemut.

Teile meine Freude,

Entdecke Großes

Selbst im Kleinen.

 

Neugierde mich beschleicht.

Martin Ulrich 

Türen gehen zu oder gehen auf

Freiheit winkt oder Enge drückt

Türen öffnen, schließen auch:

Haus und Hof, Garten und Auto  

 

- oh wie viele Möglichkeiten!

Annette Bauer 



frühling


Der Frühling sieht aus wie gelbe Forsythien mit bunten Ostereiern.

Er riecht nach Freiheit und fühlt sich wild und wunderbar an.

Er schmeckt nach Erdbeereis mit Sahne

und klingt wie lautes Vogelgezwitscher.

Frühling ist wie neu geboren werden.

Er weckt die Grünkraft in mir.

Ich muss tanzen.

Warum ist der Winter immer so grau?

Melanie Siebert 


So ist der Frühling!

Der Frühling sieht aus wie frisch tapezierte Welt. 

Er riecht grün und feucht vom Tau 

und fühlt sich an wie Samt und Seide. 

Er schmeckt nach Maibowle mit Waldmeister und klingt glockenhell. 

Der Frühling ist wie ein Versprechen! 

Frühling in mir, du machst, dass ich mich frei fühle

Ich lobe und preise dich, Frühling! 

Kann es was Schöneres geben?

Doris Bauer 



Himmel klar und weit,

milchig-blau der Horizont,

versprichst Wetter-Hoch.

 

Juliane Grzimek 

Die Amsel flötet

Das Rotkehlchen tirilert,

Der Frühling ist da.

 

Ingrid Kellner 

Die Veilchenwiese -

blau und weiß - unendlich zart -

Frühlings-Paradies !

 

Juliane Grzimek 



Der Frühling

sieht aus wie ein Regenbogen

riecht ganz fein

fühlt sich weich an

schmeckt leicht süß

klingt zart

ist wie ein frischer Morgen.

Frühling in mir öffnet eine unbegrenzte Freude.

Ich singe und tanze,

was will ich mehr?

Johanna Nowak 


Der Frühling sieht aus wie eine frische Farbpalette

riecht nach Bärlauch und Heuschnupfen

fühlt sich an wie Gras zwischen den Zehen

klingt nach Tanz in den Mai

ist wie frisch geputzte Fenster

Der Frühling in mir belebt und beschwingt

ich staune mit offenen Sinnen

Wann endet die Sockenzeit?

Anna 



Waagrecht vom Wind geblasen

Treibt der Schnee am Boden dahin.

Der Frühling wird wieder zugedeckt

Und April lächelt zufrieden.

 

Ingrid Kellner 

 Ich sehe, dass der Frühling kommt.

Eine Verheißung auf lange, warme Tage.

Die Natur erwacht vom Winterschlaf.

Vergänglichkeit, das ist unser Leben.

 

Johanna Nowak 

Sehnsucht:

Biergartenfreiheit im hellen Licht der Sonne,

Leute ringsum

reden und lachen und stoßen miteinander an.

 

Ingrid Kellner 



 

In der Natur

laufe ich und heile.

 

Warum ist das so?

Mein Herz wird weit

beim Anblick der Blumen und Bäume -

beim Wechsel der Jahreszeiten.

 

In der Natur

laufe ich und heile.

Christine Ertl 


 

Februar

bringt Wärme, Sonne.

Die Vögel zwitschern lauter.

Schneeglöckchen und Krokusse

strecken ihre Köpfchen durch den Schnee.

Jeder freut sich über diese Boten.

Der Frühling ist nicht mehr weit.

Endlich Licht und Hoffnung.

Das ist Februar

Johanna Nowak 



HAIKU-SAMMLUNG ZUM FRÜHLING



Elfchen


Tulpen im Schnee

Die Seele blüht auf

Zäh und bewundernswert

Sonne im Herzen

Frühling

 

 

 Melanie Siebert 

Regen prasselt.

Leises Erzählen:

„Allerlei!

Ein Schatz am Regenbogen!“

Tipp – tipp – tapp.

 

 

Anna 

Meisenherz,

kleines Meisenherz

hängst fast unberührt.

Im Vögelein klopfst du,

Meisenherz

 

 

Harald Kolze 

 Distanz

Abstand halten

Wie lange noch?

Ich mag nicht mehr!

Frust

 

 

 Melanie Siebert 



Eine wunderbare Verbindung geht die Sonne mit dem Wasser ein:

Sonne und Meer

Sonne und Pool

Sonne und ein Gartenschlauch – welche Freude!

Auch:

Sonne und Eistee

Sonne und kühles Radler

Sonne und Eiswürfel – herrlich!

 

Und wenn nach einem solchen Tag die gelbe Sonne langsam dunkelrot werdend untergeht, spüre ich etwas von der Unendlichkeit des Weltalls.

Annette Bauer 



Die Tür

Mit einer Frage komme ich zur Tür.

Die Tür macht Eindruck.

Was sich dahinter wohl verbirgt?

Ich erfahre es erst, wenn ich hindurch gehe.

Ach so.

Annette Bauer 



Telegramm


Frühlingssonne STOPP

Holunderblütensirup und Erdbeeren STOPP

bunte Blumen STOPP

Du kommst STOPP

 

Freue mich

Annette Bauer 

Ich warte immer - stop -

bereit für Abschied - stop -

oder Leben? - stop -

Harald Kolze 



Alliteration


M-Quatsch

 

Mancher Mensch macht manche Sachen,

manche können drüber lachen.

Mancher merkt den Ernst der Stunde

meist erst in der letzten Runde.

 

Mädchen möchten gerne malen,

mischen dafür Farben viel,

manche nur verstehn das Spiel

mischen richtig, können strahlen.

Annette Bauer  


Mancher mag es nachts zu munkeln –

mit den Freunden, ganz geheim.

Mancher sieht die Sterne funkeln

und geht morgens pfeifend heim.

Mancher merkt sich alle Zahlen

von des Liebsten Telefon.

 

Mancher tanzt auch mit dem Dackel

ganz beschwingt zum Grammophon.

Mancher singt nur Liebenslieder

von der Schönsten Herz und Brust.

Mancher liegt auch auf dem Sofa

und isst Kuchen gegen Frust.                  Anna 



 

Mancher mag Musik

Manche mögen mehr Mädchen

Mancher mag mehr mich

 

 

Juliane Grzimek 

Mancher mag meins,

Mancher mag auch deins,

Mancher mag manchmal aber nur seins.

Meinetwegen!

Müssen denn alle immer alles mögen?

 

 

Martin Ulrich 



Mancher möchte gern im Leben

mitten in der Masse sein.

Mancher steht ganz gern daneben -

ist lieber mit sich selbst allein. 

 

Manchmal möcht' ich singen, tanzen,

manchmal maulen gleich am Morgen.

Meistens mach' im Großen - Ganzen

ich den Garaus meinen Sorgen.

 

Möchte mehr mit lieben Leuten

mitten drin im Leben sein,

mal ein kleines Glück mir auch erbeuten,

möchte einfach fröhlich sein!

Christine Ertl 


M-Nonsens-Geschichte

 

Meine Mädchen maulen Montagmorgens meistens:

"Mein Müsli matscht mit Magermilch!"

"Mein Magen mag Mandarinen mit Mandelmilch!"

Mia, Martha, Melanie meinen:

 

"Mutti, mach mal Menüvorschläge!"

 

Meinetwegen:

Meeresfrüchtesalat mit Mayonnaise;

Minestrone mit Makkaroni;

Mastochsenbrust mit Meerrettichsauce, Mairübchen, Matschkartoffeln; Makrele mit Meersalz, Maiskolben, Mischsalate; Mascarponecreme mit Mandelsplitter;

Marzipanmakronen mit Marsalawein.

 

"Mensch Mutti! Maximales Monster-Menue! Mega...!!!

Manchmal machen mir meine Mädels mächtig Mut:

Mahlzeit!

Harald Kolze  



PANTUN

Wo mein Herz ist, schlage ich Wurzeln

Je stärker die Liebe, desto fester der Halt

Wenn die Wurzeln vertrocknen, ziehe ich mit den Vögeln davon.

Dann wurzelt das Herz  in einer neuen Erde

 

Je stärker die Liebe, desto fester der Halt

Für den aufrechten Wuchs

Dann wurzelt das Herz in einer neuen Erde

Und findet Heimat

 

Für den aufrechten Wuchs,

eine hohe Krone im Licht

und findet Heimat

immer wieder neu.

 

Eine hohe Krone im Licht

Wo mein Herz ist, schlage ich Wurzeln

Immer wieder neu

Wenn die Wurzeln vertrocknen, ziehe ich mit den Vögeln davon.

Roswitha Schawilje 



Zevenaar

Unter den hohen Tannen steh ich gern,

Dreh mich rundherum und blick gen Himmel fern.

Fühl ich mich getragen wie auf Händen?

Es müssen sein die starken Wurzeln dein,

Die mich halten im Versinken und Verenden.

Unter den hohen Tannen steh ich gern,

Dreh mich rundherum und blick gen Himmel fern.

 

Martin Ulrich 



Ode an den Winterschuh

Oh, Du mein Winterschuh!

Wunderbar eingelaufen bist Du in all den Jahren,

schon viele Schnürsenkel gaben Dir ein immer anderes Aussehen,

Deine Sohle hinterlässt bis heute tiefe Spuren in Schnee und Matsch.

Deine Zuverlässigkeit ist unübertroffen!

 

 Oh, dass uns nie etwas trennen möge!

 

Annette Bauer 

Der Winterschuh

"Liebe Trägerin, als dein Winterschuh wollte ich dir schon lange etwas sagen: Ich bin schön flauschig mit meinem weichen Fell und halte es für meine wichtigste Aufgabe, deine Füße immer warm und trocken zu halten. Dazu sehe ich sehr chic aus. Mit mir kann man sich sehen lassen! Aber ach, was für ein jämmerliches Leben muss ich führen. Unbeachtet steh ich nun schon den ganzen Winter in der Ecke. Dieser alte, schäbige und ausgelatschte Stiefel wird mir täglich vorgezogen. Auch ich habe ein Herz und fühle mich zutiefst vernachlässigt. Schau mich doch an. Eine schöneren Schuh wirst du nirgends finden. Ich sage dir, die Bequemlichkeit von Schuhen wird überbewertet. Aussehen ist schließlich alles!"

Melanie Siebert