Georg lemberger


ein landshuter maler

im sachsen der reformationszeit

 

Georg Lemberger, geboren um 1495, war ein jüngerer Bruder oder Sohn Hans Leinbergers, dessen inovativ-kraftvollen Stil er in Malerei und Graphik umsetzte. Nach einer Ausbildung beim Landshuter Hofmaler Hans Wertinger, merklicher Mitarbeit bei Altdorfer in Regensburg und in Thüringen beim "Crispinusmeister" wurde er 1523 in Leipzig als "Georg Lemberger ex Landshut" eingebürgert. Dort entstanden in der Spannung zwischen dem antireformatorisch eingestellten Herzog Georg und zahlreichen Aufträgen von reformatorischer Seite programmatisch und künstlerisch wegweisende Werke, darunter ab 1523 eine Vielzahl von brillanten Holzschnitten für Luthers Bibelausgaben und reformatorische Schriften. 1532 wurde er aus Leipzig verbannt, wegen hartnäckigem Festhalten am evangelischen Glauben. Wohl in Magdeburg setzte er seine Arbeit fort bis gegen 1540; seine Drucke wurden noch lange weiterverwendet, auch für Ausgaben in anderen Sprachen.

 

Referent: Paul M. Arnold, Landshut

Termin: Dienstag, 27.09.2022, 19:30 Uhr

Ort: Gemeindehaus der Christuskirche, Gutenbergweg 16

Kosten: 4,- €