1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland


Seit mindestens 1700 Jahren leben Jüdinnen und Juden auf

dem Gebiet des heutigen Deutschland – nachweislich seit dem

11. Dezember 321, als ein Edikt Kaiser Konstantins die Berufung

von Juden in Ämter der Stadtverwaltung von Köln gestattete.

Dieser erste urkundliche Beleg für die Existenz einer jüdischen

Gemeinde auf deutschem Boden steht am Anfang einer wechselvollen

Geschichte. Einer Geschichte mit tiefen Zäsuren und

Brüchen. Aber auch einer Geschichte der Vielfalt und der Bereicherung in allen Lebensbereichen – in Politik und Gesellschaft,

Wissenschaft, Kultur und Sport.

Das Jubiläum der Ersterwähnung jüdischen Lebens hierzulande

ist Anlass für ein bundesweites deutsch-jüdisches Festjahr.



Alle Veranstaltung in Bayern finden Sie hier.

Zur Homepage des Festjahres geht es hier.

Die Landshuter Veranstaltungsreihe wird gemeinsam präsentiert vom 

Evangelischen Bildungswerk Landshut, Christlichen Bildungswerk Landshut und dem Stadtarchiv Landshut.


Do. 23.09.2021, 11.20 bis ca. 19.00 Uhr

Die Augsburger Synagoge

Studienfahrt mit Führung

In der Synagoge erfahren Sie viel über 800 Jahre jüdisches Leben in Augsburg und Bayerisch-Schwaben und nehmen jüdische Traditionen und Bräuche in den Blick. Nach einem Aufenthalt in der schönen Innenstadt erleben Sie Augsburg in einer einstündigen Überblicksführung mit den Höhepunkten der 2000-jährigen Stadt.

Treffpunkt: Bahnhofshalle, 11.20 Uhr

Kosten: 36,- €

Anmeldung beim ebw unter Tel. 0871 62030 oder online

 



Sa. 25.09.2021, 15.00 Uhr

Landshut und seine jüdischen Bewohner im Mittelalter

Stadtrundgang mit dem Landshuter Stadtarchivar Gerhard Tausche

Seit der Stadtgründung hat Landshut Einwohner jüdischen Glaubens. Sie standen unter dem besonderen Schutz der Herzöge und waren aus dem Alltags- und Wirtschaftsleben der aufstrebenden Gründungsstadt nicht wegzudenken. Die Geschichte der jüdischen Bewohner endete schließlich abrupt im Jahre 1450.

Treffpunkt: Hauptportal Martinskirche, 15.00 Uhr

Anmeldung beim CBW unter Tel. 0871 923170 oder online



Bildnachweis: Fotostudio Liebhart

Di. 28.09.2021, 19.30 Uhr

Jüdisches Leben kennenlernen –Antisemitismus entgegenwirken

Vortrag von Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung

Im Festjahr 2021, blicken wir nicht nur auf 1.700 Jahre jüdisches Leben zurück, sondern bekommen auch Einblicke in jüdisches Leben und den jüdischen Alltag. Der intensive Dialog bildet eine wesentliche Grundlage gegen Vorurteile. Mit Wissen gegen Judenhass aufzuklären ist ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Antisemitismus.

Ort: Skulpturenmuseum Landshut, Am Prantlgarten 1

Anmeldung beim CBW unter Tel. 0871 923170 oder online



Di. 05.10.2021, 18.00 Uhr

Die jüdischen Bürger Landshuts während der NS-Zeit

Stadtrundgang mit dem stv. Stadtarchivar Dr. Mario Tamme

Der Stadtrundgang thematisiert das Schicksal der 48 jüdischen Bürger Landshuts zwischen den Jahren 1933 und 1942. Obwohl die Juden Landshuts fest in der lokalen Gesellschaft integriert waren, wurden sie nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zunehmend diskriminiert und isoliert. Einige schafften es, rechtzeitig in die USA zu flüchten. Die in Landshut gebliebenen fielen schließlich dem Holocaust zum Opfer. 

Treffpunkt: vor dem Rathaus, 18.00 Uhr

Anmeldung beim CBW unter Tel. 0871 923170 oder online

Das Kaufhaus des Landshuter Juden Adolf Hirsch an der Ecke Altstadt/Theaterstraße (Stadtarchiv)



Fotos: Dr. Doris Danzer

Sa. 23.10.2021, 8.30 bis ca. 17.30 Uhr

Erinnerungskultur und Sakralbau in Dachau

Exkursion zu Gedenkstätte, Versöhnungskirche und Karmelitinnenkloster

Am 22. März 1933 installierten die Nationalsozialisten in Dachau das erste Konzentrationslager zur Inhaftierung von politischen Gegnern. Bis zur Lagerbefreiung am 29. April 1945 wurden im KZ- Dachau und seinen zahlreichen Außenlagern mehr als 200.000 Gefangene aus über 40 Nationen inhaftiert, darunter ca. 2.700 Geistliche. Mindestens 41.500 Menschen davon starben an Hunger, Folter, Krankheit, Mord und den Folgen der KZ-Haft. Heutzutage befindet sich auf dem Areal des ehemaligen Konzentrationslagers eine Gedenkstätte.

Die Historikerin Dr. Doris Danzer führt durch das Lagergelände und die Dauerausstellung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen erfolgt eine Besichtigung der evangelischen Versöhnungskirche mit Dr. Björn Mensing. Abgerundet wird die Exkursion durch eine Andacht mit Stiftspropst Monsignore Dr. Franz-Josef Baur im Karmelitinnenkloster. 

Leitung: Dr. Mario Tamme, Barbara Anetsberger

Abfahrt: 8.30 Uhr, Rückfahrt ab Dachau ca. 17.30 Uhr

Veranstalter: Christliches Bildungswerk Landshut e.V. in Kooperation mit der Stadtkirche Landshut

Anmeldung beim CBW unter Tel. 0871 923170 oder online