Gedanken zur Zeit

Von Prof. Dr. Wilhelm Schönberger

29. April 2020


"Der Herr sei uns gnädig" –

das ist die wohl höchste Bitte, welche wir in diesen Tagen an Gott, unseren Herrn richten können.

 

Wir alle wünschen uns unser normales Leben zurück, und je mehr wir uns bewusst werden, in welcher Glückseligkeit wir leben durften, umso mehr lernen wir dies – hoffentlich – zu schätzen. Allein Gottes Gnade hat uns dieses Glück beschert, wir haben es uns nicht verdient. In diesen Tagen sollten wir daraus lernen, nach Corona achtsamer mit unserem Leben, unserer Umwelt und Gottes Schöpfung umzugehen. 

So wie kollektiv Genesende, vom Tod Erweckte dankbar sein für jeden Tag. Das Leben als Geschenk ansehen, bescheidener und genügsamer zu werden, echte christliche Nächstenliebe zu leben – das wird uns zusammenführen und uns so gemeinsam eine Zukunft sichern.

 

Materiell wird es uns zukünftig weniger gut gehen und viele werden es dabei sehr schwer haben. Diese Menschen zu stützen muss eine von Jedem getragene Aufgabe und Verantwortung sein, das wird uns als Gemeinschaft stärken und überkommene Egoismen zurückdrängen.

 

 Wilhelm Schönberger