Für Glückssucher

UND ALLE, DIE ES WERDEN WOLLEN ...


Glück ist gar nicht mal so selten

Glück ist gar nicht mal so selten,

Glück wird überall beschert,

vieles kann als Glück uns gelten,

was das Leben uns so lehrt.

 

Glück ist jeder neue Morgen,

Glück ist bunte Blumenpracht,

Glück sind Tage ohne Sorgen,

Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

 

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,

Glück ist Sonne nach dem Guss,

Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,

Glück ist auch ein lieber Gruß.

 

 

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,

Glück ist weißer Meeresstrand,

Glück ist Ruhe, die im Wald ist,

Glück ist eines Freundes Hand.

 

Glück ist eine stille Stunde,

Glück ist auch ein gutes Buch,

Glück ist Spaß in froher Runde,

Glück ist freundlicher Besuch.

 

Glück ist niemals ortsgebunden,

Glück kennt keine Jahreszeit,

Glück hat immer der gefunden,

der sich seines Lebens freut.

 Clemens Brentano 


Liebe Leserinnen und Leser des "Lichtblicks"

Im Augenblick sind wir alle gerade mit so vielen Unsicherheiten, Sorgen und Ängsten konfrontiert, dass es geradezu deplatziert scheint, etwas über das Glück zu lesen oder darüber nachzudenken, wo es zu finden sei. Dabei ist es gerade jetzt so wichtig, eine wirksame Bewältigungsstrategie zu haben, die uns hilft, zuversichtlich und optimistisch zu bleiben, denn mit Resignation und Pessimismus ist niemandem gedient, im Gegenteil, es schadet uns.

  •  Peter Falkai, Direktor der Uniklinik für Psychiatrie in München, nennt als eine wichtige Strategie,

         um Krisen zu bewältigen „Das Positive wahrnehmen“ (SZ vom 21./ 22.3.2020).

 

Das ist nicht immer einfach, besonders dann nicht, wenn uns die Medien von allen Seiten mit negativen Nachrichten belasten.

Eine kleine "Wunderstrategie" gibt es jedoch, die wir Ihnen gern zum Ausprobieren vorstellen möchten. Vielleicht kennen Sie sie schon, dann sehen Sie darin einfach eine Erinnerungsstütze ....

 

Die Geschichte von den Glücksbohnen

Es war einmal eine alte Frau, die glücklich und zufrieden lebte. Viele Menschen beneideten sie, weil sie eine echte Lebenskünstlerin war. Die alte Frau verließ niemals ihr Haus, ohne eine Hand voll getrocknete, weiße Bohnen mitzunehmen. Sie tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, sie steckte sie einfach in die rechte Tasche ihrer Jacke. Jedes Mal, wenn sie tagsüber etwas Schönes erlebte - den Sonnenaufgang, das Lachen eines Kindes, eine kurze Begegnung, ein gutes Mahl, einen schattigen Platz in der Mittagshitze - nahm sie dies ganz bewusst wahr, freute sich darüber von Herzen und ließ eine Bohne von der rechten Tasche in die linke gleiten. War das Erlebnis besonders schön und gar überraschend, wechselten zwei oder drei Bohnen die Seite. Abends saß die alte Frau dann zu Hause und zählte die Bohnen aus der Tasche. Sie zelebrierte dies geradezu und führte sich so vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war. Und auch an einem Abend, an dem sie bloß eine Bohne zählen konnte, war der vergangene Tag ein gelungener Tag - es hatte sich zu leben gelohnt.

 Der Autor dieser Glücksgeschichte ist leider nicht bekannt


 

Die Bohnenübung bereichert und erfreut Jung und Alt gleichermaßen. Ja, man kann einander sogar davon erzählen: Eltern können sich am Abend mit ihren Kindern zusammensetzen und einander die „Bohnenmomente“ erzählen. Paare können das auch tun; allein Lebende können sie telefonisch teilen.

Es gibt nur eine Voraussetzung: Sie müssen es TUN: Morgens eine Handvoll Bohnen in die eine Tasche stecken, tagsüber Bohnen wandern lassen, abends Revue passieren lassen, einen Moment dankbar sein.

 

Wir wünschen Ihnen viele schöne Momente!