Interkulturelle Projekte des ebw


Asylbewerber und Flüchtlinge kommen in großer Zahl in unser Land - auch nach Landshut. Sie müssen versorgt und integriert werden. Damit diese Integration von vielen sozialen Gruppen getragen und unterstützt wird, möchte das Evangelische Bildungswerk Landshut e.V. gemeinsam mit engagierten Bürger und Bürgerinnen ein breitgefächertes, integratives Kulturprojekt für Asylbewerbende und Flüchtlinge realisieren. Ziel ist es, eine nachhaltige und zukünftige gesicherte Kulturarbeit mit der Zielgruppe, getragen von breitem bürgerlichem Engagement aufzubauen.

Willkommen – Welcome – Salaam


 

Das Projekt „Willkommen – Welcome – Salaam“ wird finanziell unterstützt von der Evangelischen Landeskirche in Bayern.


Gartenprojekt

Mit diesem Projekt soll ein Garten erschaffen werden, der von vielen Menschen aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam gestaltet und gepflegt wird. Wir verfolgen dabei einen integrativen Ansatz und entwickeln deshalb ein Gartenkonzept, das speziell auf der aktiven Teilnahme von AsylbewerberInnen und Flüchtlingen bei der Gestaltung des Gartens basiert und zur Mitarbeit motiviert. Das Projekt steht darüber hinaus weiteren interessierten LandshuterInnen zur Mitwirkung offen, was das Ziel der integrativen Zusammenarbeit zusätzlich unterstützt. Fokussiert wird dabei auch die Vernetzung verschiedener Vereine und Institutionen in unserer Region, wie Arbeiterwohlfahrt, Ostbayerisches Kulturforum und Mehrgenerationenhaus.

 

Ganz besonders für die Menschen, die hier in den engen Flüchtlingsheimen dicht aufeinander gedrängt leben müssen, ist es wichtig, sich in der Natur aufhalten, sinnvoll betätigen und dabei Kontakte knüpfen zu können. Hier wird das Instrumentarium eines sogenannten Garten-Paten gebildet, der einen oder mehrere Flüchtlinge/Asylbewerbende betreut, ihm die nötige Mobilität verschafft und es so ermöglicht, dass die Menschen aus den verschiedenen Kulturkreisen aufeinander zugehen, miteinander planen, gestalten und werken und so gemeinsam etwas Neues erschaffen, das von allen genutzt werden kann.


 Kochprojekt

Landshuter BürgerInnen, die sich an dem Projekt beteiligen, kochen regelmäßig zusammen mit Flüchtlingen und Asylbewerbern, essen gemeinsam die zubereiteten Speisen und tauschen sich über die Koch- und Essgewohnheiten der unterschiedlichen Kulturen aus. Gleichzeitig werden die Rezepte und die nötigen Zutaten für das nächste gemeinsame Kochen besprochen, Einkaufslisten erstellt und  ein „Einkaufsteam“ zusammengestellt, das die benötigten Lebensmittel in den umliegenden Supermärkten einkauft.

 

Die Teilnehmenden aus den verschiedenen Kulturen sollen hier die Möglichkeit bekommen, Rezepte aus ihrer Heimat – gemeinsam mit ihren deutschen „Nachbarn“ kochen und so ihre nationale Küche vorstellen zu können. Ebenso haben die deutschen Teilnehmenden bei diesem Projekt Gelegenheit, die deutsche Küche vorzustellen. Die für die Realisierung dieses Projekts notwendige rege Kommunikation untereinander unterstützt das Erlernen der deutschen Sprache in der konkreten Situation, das gegenseitige Kennenlernen und zielgerichtetes Planen in Teamwork. Gemeinschaftlich und mit Spaß wird der Kontakt zwischen den verschiedenen Kulturen aufgebaut, um auf diese Weise die Integration der Asylbewerber und Flüchtlinge zu fördern.


Websiteprojekt

Ziel dieses Projektes ist es, allen in Landshut lebenden Asylbewerbenden und Flüchtlingen die Möglichkeit zu geben, über eine „eigene“ Website Informationen zu allen Fragen, die für eine erfolgreiche Integration wichtig sind, zu erhalten.

Diese Informationen betreffen sowohl Kontaktadressen zu allen Anlaufstellen, wie Behörden, sozialen Einrichtungen, Ärzten, Dolmetschern usw. als auch relevante Hinweise, um sich in der Stadt und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurechtzufinden. Die Informationen sollen in deutscher, englischer und arabischer Sprache zugänglich gemacht werden.

 

Des Weiteren soll diese Website auch eine Plattform sein, auf der sich die in den Flüchtlingsunterkünften lebenden Menschen den Landshuter Mitbürgern vorstellen können. Menschen, die über ihre Geschichte, die Hintergründe ihrer Flucht und ihre Erfahrungen als Einwanderer in Landshut berichten möchten, können diese Plattform nutzen und so dazu beitragen, dass mehr Verständnis und Bereitschaft zur Integrationstoleranz auf Seiten der Landshuter Bürger entsteht. Unter der Leitung einer pädagogischen Fachkraft, die das selbständige Erstellen und Bearbeiten einer Website im "Baukastensystem" unterrichtet (was keine Programmierkenntnisse erfordert), werden Asylbewerber und Flüchtlinge, die sich für dieses Projekt engagieren, an die praktische Umsetzung der Website herangeführt.